Symbolbild Veranstaltung © Henry Sowinsky
Auftakt des Bundesnetzwerks Konfliktbearbeitung
Neue Angebote und Strukturen für konstruktive Konfliktkultur in Deutschland
Vom 12. bis 14. November 2025 trifft sich das Bundesnetzwerk Konfliktbearbeitung in Loccum. Dazu sind erstmalig alle eingeladen, die den Fachaustausch suchen und sich dem Netzwerk anschließen wollen. Das Netzwerk will Angebote und Expertise für Konfliktbearbeitung in Deutschland stärker bündeln und konstruktive Konfliktkultur fördern. Mitveranstalter des Treffens sind der Kooperationsverbund Demokratische Konfliktbearbeitung und die Evangelische Akademie Loccum.
„Konflikte werden heutzutage öffentlicher ausgetragen und das Interesse an Konfliktbearbeitung steigt“, sagt Christof Starke, Mitgründer des Netzwerks. „Parallel dazu müssen Angebote der professionellen Konfliktbearbeitung sichtbarer und weiterentwickelt werden.“ Dafür setzt sich das Bundesnetzwerk Konfliktbearbeitung ein.
Mit Wissen, Forschung und Erfahrungen aus der Praxis wird das Netzwerk künftig den Mehrwert von Konfliktbearbeitung für die Gesellschaft aufzeigen und seine Kompetenzen in den gesellschaftlichen und politischen Diskurs einbringen. Konstruktive Konfliktbearbeitung soll in Deutschland einen neuen Stellenwert bekommen. „Konflikte spalten nicht zwangsläufig. Wenn sie konstruktiv ausgetragen werden, fördern sie Verständigung und festigen den sozialen Zusammenhalt“, ist Starke überzeugt. „Durch unsere Arbeit wollen wir die konstruktive Konfliktkultur und das demokratische Miteinander in Deutschland stärken.“ Den Auftakt dafür bildet das Treffen in Loccum. Rund 80 Menschen sind gekommen, um zu diskutieren und das Netzwerk mit Schwung auf den weiteren Weg zu bringen.
Das Bundesnetzwerk Konfliktbearbeitung wurde 2024 ins Leben gerufen und zählt aktuell rund 40 Organisationen und Personen, die sich praktisch und politisch für konstruktive Konfliktbearbeitung in Deutschland engagieren. Der Ausbau des Netzwerks erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Kooperationsverbund Demokratische Konfliktbearbeitung im Programm „Demokratie leben!“ (Entwicklung einer bundeszentralen Infrastruktur) des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
Die AGDF ist Mitglied im Kooperationsverbund Demokratische Konfliktbearbeitung und in diesem Rahmen federführend beim Aufbau des Bundesnetzwerks Konfliktbearbeitung.
Das K3B – Kompetenzzentrum Kommunale Konfliktberatung e. V. ist Mitglied des Bundesnetzwerks Konfliktbearbeitung und für die Koordinierung des Kooperationsverbundes Demokratische Konfliktbearbeitung verantwortlich.