Symbolbild © Sandrino Donnhauser
Dokumentation des digitalen Fachaustauschs „Mitreden, Mitdenken, Mitgestalten“ ist erschienen
Mitreden, Mitdenken, Mitgestalten: Hürden für die Beteiligung von unterrepräsentierten Gruppen in der Kommune verstehen und überwinden
Migrantische Communities sind ein selbstverständlicher Teil der deutschen Gesellschaft. Ihre Beteiligung an kommunalen Aushandlungs- und Entscheidungsprozessen ist jedoch nicht immer gewährleistet. Strukturelle Hürden, fehlender Zugang zu Ressourcen, institutionelle Barrieren sowie Erfahrungen mit Stigmatisierung erschweren eine gleichberechtigte Mitwirkung.
Wie können diese Herausforderungen besser verstanden und überwunden werden? Mit dieser Frage beschäftigte sich der digitale Fachaustausch „Mitreden, Mitdenken, Mitgestalten: Hürden für die Beteiligung unterrepräsentierter Gruppen verstehen und überwinden“ am 4. Dezember 2025. Mehr als 50 Teilnehmende aus Wissenschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft diskutierten, wie Erfahrungen sichtbar gemacht, Konfliktdynamiken reflektiert und konkrete Ansätze für eine nachhaltigere Teilhabe entwickelt werden können.
Die Dokumentation bündelt zentrale Erkenntnisse des Austauschs und versteht sich zugleich als Impuls, die Debatte über politische Teilhabe auf kommunaler Ebene weiter zu vertiefen.
In der Keynote stellt Zeynep Aydar, von der Universität Hildesheim, die Ergebnisse des Forschungsprojekts „Integration in ländlichen Räumen Baden-Württembergs“ vor. Darüber sind vier Praxisbeiträge aus Stadt Neuwied, Berlin-Neukölln, vom Dachverband der Migrantinnen Organisationen (DaMigra) sowie dem Landesnetzwerk Migrantenorganisationen Sachsen-Anhalt (LAMSA) dokumentiert. Ergänzt wird die Publikation durch eine persönliche Reflexion von Azzam Moustafa, Projektreferent im K3B. Er berichtet darin von Erfahrungen mit Teilhabe in kommunalen Strukturen und Konfliktberatungsprozessen.